| Ort: | Industriestrasse 14, 6302 Zug |
| Auftraggeber: | Zug Estates AG |
| Auftragsart: | Direktauftrag |
| Leistungen: | Planungsleistungen gemäss SIA 102 |
| Jahr: | 2021 – 2023 |
| Architektur: | MAI Architektur |
| Beteiligte: | Innenarchitektur: COCC. and coherent AG, Landschaftsarchitektur: Appert Zwahlen Partner AG |
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Mit dem Wunsch einer gastronomischen Neuausrichtung erhält das Parkhotel Zug eine bauliche Auffrischung seiner öffentlichen Bereiche. Das Restaurant wird innen und aussen offener und einladender gestaltet, die Lobby mit neuen Elementen wie Bar und Wintergarten ergänzt. Die damit geschaffene Nutzungsflexibilität der Gastro- und Konferenzbereiche reagiert auf aktuelle und zukünftige Bedürfnisse der internationalen Kundschaft. Bei der Planung und Erstellung des Projekts wird auf ökologische und nachhaltige Materialien, Konstruktionsweisen und DESYCLING gesetzt.
Die Lobby besteht neu aus drei Bereichen, die stark über ihre Nutzung geprägt sind, die Rezeption, der umgestaltete Zugang (Treppenaufgang/Entfluchtung) aus dem Untergeschoss sowie die neue Bar. Die bestehende Rezeption bleibt nahezu unverändert. Der grosszügige Auftakt des Hotels wird von seiner organischen Formensprache befreit. Die neue Bar, der Treppenhauskörper sowie die neue Möblierung sind gestaltungsprägende Elemente. Die Möblierung der Lobby kann mühelos und für verschiedene Nutzungen umgestaltet werden.
Der ursprünglich, als Smokers Loungs und Bar genutzte Bereich wird neu mit dem Restaurant zusammengeschlossen. Der weitläufige Gastrobereich öffnet sich zur Lobby und verknüpft beide Erdgeschossbereiche. Die flexible, mobile Möblierung ermöglicht den Raum einfach unterschiedlichen Nutzungen anzupassen. Der Raum wird mit zweierlei Möblierung zoniert und über Architekturschürzen eingefasst. Diese gliedern die Raumhöhe und zeichnen beide Bereiche nach Aussen ab. Die Fensterfront ist ein Zusammenspiel aus öffenbaren Faltverglasungen und festen Teilen. Dem neuen Hauptzugang zum Restaurant und Bistro ist ein Windfang vorgelagert.
Der Wintergarten ist ein multifunktionaler Raum, der in seiner Möblierung leicht umzustellen ist und für diverse Anlässe zur Verfügung steht. Er ist die Schnittstelle zwischen Aussenraum und Lobby. Der lichtdurchflutete Raum übernimmt die Funktion einer «gedeckten Terrasse» sowie als Lobby-Erweiterung und Erweiterung des Bankett-/Sitzungsraums Park I+II. Die Fronten zum rückwertigen Parkbereich und zur Lobby können grosszügig geöffnet werden. Die Trennwände zum Bankett-/Sitzungsraum Park I+II können ebenfalls geöffnet werden, sodass beide Räume miteinander verbunden werden können. In der Decke des Wintergartens sind grossflächige Oberlichter eingebaut, damit die Lobby auch weiterhin von möglichst viel Tageslicht profitiert. Der Wintergarten ist als Holzelementbau konstruiert. Die nachhaltige Konstruktionsweise prägt den Innenraum und verleiht ihm Struktur. Die Treppenanlagen im Inneren des Treppenhauskörpers dienen dem vertikalen Fluchtweg der Obergeschosse und der Untergeschosse. Zudem ist darin die Haupterschliessung zur Tiefgarage und der WC-Anlagen. Die WC Anlage für Herren und Damen erfährt notwendige bauliche Anpassungen, die sich aus dem Bau eines zusätzlichen Treppenlaufs ergeben. Die neue Raumzonierung und sanitäre Ausstattung wird mit einem neuen Wickel- und Stillraum ergänzt.
Ergänzt werden die Gastrobereiche mit neu gestalteten Aussenflächen. Die Trottoir-Ebene wird bis an die Fassade des Restaurants geführt und ein direkter Zugang erstellt, um den Öffentlichkeitsgrad zu erhöhen. Es werden zwei Terrassenbereiche gestaltet, welche sich dem angrenzenden Restaurant bzw. Bistro gestalterisch annähern. Ein grosszügiges Öffnen der Fassade bewirkt das Verbinden vom Innen- mit dem Aussenraum. Pflanztöpfe zonieren die unterschiedlichen Bereiche und werden bis zur Einfahrt und dem angrenzenden Lobbyzugang platziert. Die Neugestaltung belebt den Hotelzugang und sorgt für eine klare und sichere Zonierung.
Der rückwärtige Aussenbereich der bestehenden und neuen Sitzungszimmer wird naturnah gestaltet, wobei Biodiversität gestalterisch zum Thema wird. Das Zusammenspiel mit dem Park wird gesucht. Entlang der bestehenden Stützmauer werden die angebotenen Sitzelemente in Form einer Abgrenzung zum Grünraum platziert und mit skulpturalen Beleuchtungselementen komplettiert.












