| Ort: | Pfaffnau |
| Auftraggeber: | Gemeinde Pfaffnau |
| Auftragsart: | Studienauftrag, 1. Rang |
| Jahr: | 2024 |
| Architektur: | arge MAI Architektur + UNIT Architekten |
AUSGANGSLAGE
Die Schulanlage Pfaffnau liegt in ländlicher Umgebung gegenüber Kirche und Pfarrhaus und bildet als denkmalgeschütztes Ensemble das identitätsstiftende Zentrum des Ortes. Das historische Primarschulhaus von 1902 prägt die architektur- und kunstgeschichtlich bedeutsame Baugruppe, spätere Erweiterungen ordnen sich ihm unter. Steigende Schülerzahlen und die provisorische Nutzung der Sportanlage machen eine Erweiterung notwendig.
STÄDTEBAU
Die L-förmige Parzelle umfasst mehrere Schulbauten um einen offenen Pausenhof mit hoher Aufenthaltsqualität und wichtigen Blickbeziehungen ins Dorf. Der geplante kompakte Erweiterungsbau wird nordöstlich an den Bestand von 1998 angefügt, schliesst die Anlage räumlich ab und stärkt deren Ordnung. In Kubatur, Dimension und Gestaltung orientiert sich der Anbau am jüngeren Bestand und unterstützt die Bedeutsamkeit des denkmalgeschützten Primarschulhauses, ohne seine Wertigkeit zu konkurrenzieren.
NEUBAU / KONZEPT
Der Erweiterungsbau nimmt Primarklassen, Kindergärten und Nebenräume auf. Ein kompaktes Volumen, minimale Eingriffe ins Gelände und die Weiterführung der bestehenden Struktur sichern Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Flexibilität.
Die Erschliessung erfolgt über mehrere Zugänge sowie über einen Laubengang im Nordosten und ermöglicht so eine vielfältige Zugänglichkeit der Innen- und Aussenräume. Alle Räume sind natürlich belichtet und vielseitig nutzbar. Die Anbindung an bestehende Treppen- und Liftanlagen gewährleistet Barrierefreiheit, Sicherheit und zukünftige Anpassbarkeit. Um den Eingriff in die Struktur und dessen Weiterbauen so effizient wie möglich zu gestalten, wird das Grundgerüst aufgenommen und in gleicher Weise fortgesetzt. Das Weiterführen der Tragstruktur über ein optimiertes Stützenraster liefert eine flexible Antwort auf verschiedene Raumbedürfnisse. Auf die behutsame Integration in den Bestand und durch die Aufnahme der bestehenden und vertrauten Formsprache zeichnet sich der Neubau mit dem nötigen Respekt zum historischen Altbau aus.





