| Ort: | Kirchrainweg 8/10, 6010 Kriens |
| Auftraggeber: | Stadt Kriens |
| Auftragsart: | Planerwahlverfahren, 1. Rang |
| Leistungen: | Generalplaner Architektur und Landschaftsarchitektur |
| Jahr: | 2014 – 2016 |
| Architektur: | arge MAI Architektur + enorm32 Architekten |
| Beteiligte: | Denkmalpflege Kanton Luzern, Landschaftsarchitektur: Beglinger Brian, Farbgestaltung: Jörg Niederberger, Signaletik: C2F |
Das Umbaukonzept für das Vogt’sche Schulgebäude Kirchbühl 1 umfasst die Einbeziehung und Aufnahme der Spuren und Qualitäten aus der Originalepoche, dem Klassizismus, und verbindet diese mit den Anforderungen und Bedürfnissen der heutigen Nutzer zu einer neuen architektonischen Einheit. Durch gezielte innere und äussere Eingriffe wurde dem Bildungsbau aus dem Jahr 1900 eine freiere und offenere architektonische Formensprache verliehen, die den Schülerinnen und Schülern ein motivierendes und anregendes Lernumfeld bietet und den heutigen Ansprüchen vollumfänglich entspricht.
Die Schulanlage Kirchbühl 1 + 2 in Kriens verfügt zusammen mit der Galluskirche über einen wichtigen ortsbildprägenden Ausdruck in der Gemeinde Kriens. Die Anlage besteht aus zwei unterschiedlich gestalteten Gebäudekomplexen. Das um die Jahrhundertwende erbaute klassizistische Schulhaus Kirchbühl 1 ist eines der bedeutendsten Werke des Luzerner Architekten Emil Vogt und ins Inventar der Kulturobjekte aufgenommen worden. Das zweite Gebäude des Schulhaus-Ensembles Kirchbühl, ebenfalls im Inventar der Kulturobjekte ist ein 1955 erstellter Erweiterungsbau mit funktionalistischem Ausdruck nach den Plänen vom Krienser Architekten Otto Zeier. Der ursprünglich fortschrittliche Skelettbau mit klarer Material- und Formensprache und das klassizistische Schulhaus verloren über die Jahre und den damit verbundenen baulichen Eingriffen einen Grossteil ihres repräsentativen Charmes. Beide Schulhäuser erfüllten die heutigen funktionalen und energetischen Qualitätsanforderungen nicht mehr, so dass eine Totalsanierung der Anlage dies beheben sollte. Nebst den Ertüchtigungen im Brandschutz, Erdbeben, den Fluchtwegen, der Sicherheit und den Anforderungen an das behindertengerechte Bauen, wurden alle Installationen für Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär durch zeitgemässe Apparaturen und Geräte ersetzt. Die Gebäudehüllen wurden wärmetechnisch saniert, so dass das Ensemble nun den heutigen energetischen Ansprüchen entspricht. Das Schulhaus Kirchbühl 2 erfüllt die Anforderungen des Minergie Standards. Das Umbaukonzept für das Vogt’sche Schulgebäude Kirchbühl 1 umfasst die Einbeziehung und Aufnahme der Spuren und Qualitäten aus der Originalepoche, dem Klassizismus, und verbindet diese mit den Anforderungen und Bedürfnissen der heutigen Nutzer zu einer neuen architektonischen Einheit. Durch gezielte innere und äussere Eingriffe wurde dem Bildungsbau aus dem Jahr 1900 eine freiere und offenere architektonische Formensprache verliehen, die den Schülerinnen und Schülern ein motivierendes und anregendes Lernumfeld bietet und den heutigen Ansprüchen vollumfänglich entspricht.
Die freigelegten Spuren der zurückhaltenden funktionalen Architektursprache von Otto Zeier beim Schulhaus Kirchbühl 2 wurden im Umbaukonzept aufgenommen und neu interpretiert. So wurden bestehende hochwertige Materialien und raffinierte Details im Innenausbau mit Neuem ergänzt und zu einem Ganzen vereint. Alle vorhandenen, umgestalteten und neu ergänzten architektonischen Elemente wurden sorgfältig aufeinander abgestimmt, um das Ursprungskonzept zu stärken und die funktionalistische Architektursprache der fünfziger Jahre wieder zu beleben. Beachtung fand auch die Gestaltung und Stärkung des Aussenraums, welcher nicht nur für Schüler und Lehrer ein wichtiges Zentrum für Begegnung, Aufenthalt und Spiel ist. Die besondere Verknüpfung des Krienser Dorfkerns mit dem Aufgang zum Pilatus über den Schulhof ist ebenso für Anwohner und Touristen eine beliebte Verkehrsachse mit hoher Aufenthalts- und Verweilqualität. Die Klärung der Aussenraumgestaltung und die Gewährleistung der Nutzersicherheit war somit Bestandteil des Sanierungskonzeptes der Schulanlage Kirchbühl in Kriens.
Generalplaner Architektur und Landschaftsarchitektur (ARGE MAI Architektur GmbH & enorm32 Architekten HTL GmbH)
Bauingenieur Wälli AG Ingenieure, Horw
Elektroplaner Wasmer Engineering, Kriens HLKS-Planer Troxler + Partner, Ruswil Energieberater e4plus AG, Kriens
Bauphysik RSP Bauphysik AG, Luzern
Landschaftsarchitektur ARGE MAI Architektur GmbH & enorm32 Architekten HTL GmbH, Luzern mit Beglinger + Bryan Landschaftsarchitektur, Luzern
Restauratoren Schwarz + Fehringer, Kriens





















